Damen 60 - Saison 2017

Zittern bis zum Schluss

Damen 60 Regionalligateam 2017

Von links: Hilde Fischer, Helma Rotter, Irmgard Bauer, Angela Lehmann, Renate Mau, Erika Angeli
Vorne: Trainer Christian Appel
Es fehlt: Hanna Franke

Alle weiteren Infos hier!


1.Spieltag: Pfaffenhofen/Ilm

Ein "Deja Vous" zum Auftakt

Die Mannschaft Damen 60 des TC Sonthofen hatte am 03.05.2017 die spielstarke Mannschaft des TC Pfaffenhofen/Ilm zu Gast. Die Frage war: Gibt es ein Deja Vous Erlebnis  oder können die Sonthofen Damen diesmal für eine Überraschung sorgen. Zum Glück hatte der Wettergott ein Einsehen, beendete pünktlich die kostenlose Wässerung der Plätze und ließ gelegentlich gar die Sonne durchblicken. So konnte wider Erwartung die Punktspiele der Regionalliga Süd-Ost mit dem vorgezogenen Match gegen die Damen des TC Pfaffenhofen unter freiem Himmel und sogar pünktlich begonnen werden.

Im Einser-Duell standen sich Angela Lehmann und Maria Reithmair gegenüber.

Angela Lehmann führte rasch 3:0, doch dann stellte Maria Reithmair ihr Spiel völlig um und brachte ihre Gegnerin mit „ tödlichern Mondbällen“ völlig aus der Fassung. Folglich ging der erste Satz mit 4:6 verloren. Auch im zweiten Satz fand Angela keine erfolgreiche Antwort auf das Spiel ihrer Gegnerin und verlor diesen glatt mit 1:6.  Maria Reithmaier gestand: „Schön war’s nicht aber erfolgreich und wir sind hier um zu punkten und nicht um einen Schönheitspreis zu holen.“ Das 4:6 und 1:6 gaben ihr Recht.

 Auf Platz zwei spielten Helma Rotter und Josefine Schillinger.

Es entwickelte sich ein tolles und völlig ausgeglichenes Match auf hohem Niveau. Helma Rotter gewann den ersten Satz mit 6:4 und Josefine Schillinger den zweiten Satz ebenfalls mit 6:4. Der Match Tie Break musste entscheiden. Die besseren Nerven hatte am Ende Josefine Schillinger und gewann mit 10:7. Beiden Damen ein dickes Lob für die gezeigten Leistungen.

 Auf Platz drei traf Erika Angeli auf Marianne Maier.

Erika Angeli kam diesmal ganz schlecht ins Spiel. Ihr unterliefen ungewohnt viele Fehler, wie man sie von ihr nicht gewohnt ist. Folglich ging der erste Satz mit 2:6 glatt an die Gegnerin. Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen Eine gewaltige Steigerung im zweiten Satz brachte das 6:2. Den MatchTie Break gewann sie dann relativ sicher mit 10:7.

Auf Platz vier trafen Irmgard Bauer und Irmgard Ziegelmeier aufeinander. Auch hier entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für die Spielerin aus Pfaffenhofen, die das Match mit 4:6 und 4:6 für sich entschied.

Zwischenstand nach den Einzel:  1 : 3

 Guter Rat war teuer. Der Mannschaftsrat tagte und man entschied sich wie folgt zu spielen:

Einser Doppel: Helma Rotter/ Irmgard Bauer gegen Josefine Schillinger /Marianne Maier

Zweier Doppel: Angela Lehmann/Franke Hanna gegen Reithmair, Maria/Ziegelmeier Irmgard

Im Einser Doppel setzten sich in einem intensiven Match die Sonthofen Damen mit 6:3 und 7:5 durch. Das zweite Sonthofer Doppel musste sich leider nach hartem Kampf mit 3:6 und 6:7 geschlagen geben. Schade, da war mehr drin.

Endergebnis:  2:4      

Ein Ergebnis wie im letzten Jahr. Ein Deja Vous. Doch diesmal war man nahe dran, eine Überraschung zu schaffen oder zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Aber die Sonthofer Mannschaft der Damen 60 zeigte sich in guter Form und leistungsfähig, auch wenn an der perfekten Frühjahrsform noch ein paar Prozent fehlen. Das tat der guten Stimmung beider Mannschaften keinen Abbruch. Dominiks „Käspatzen“ ließen auch essenstechnisch keine Wünsche offen.

Wie immer gut gelaunt und optimistische, unsere und andere Damen

Wie immer gut gelaunt und optimistische, unsere und andere Damen


2.Spieltag: Karlsfeld

Erster Punktgewinn

Am 14. Mai hatten unsere Damen 60 die Mannschaft des TSV Eintracht Karlsfeld zu Gast. Am „heiligen“ Muttertag machte sich unsere Mannschaft auf den Weg in die „Mutter aller Tennisschlachten“, um den Aufsteiger aus Karlsfeld zu besiegen und die ersten zwei Punkte zu holen. Wie es sich gehört, spielte auch das Wetter mit und bot einwandfreie Bedingungen. Bewölkt bis bedeckt, mit sonnigen Abschnitten. Wie das Wetter gestaltete sich dann auch das gesamte Match. Sonne und Wolken und leichten Schauerneigungen.

Im ersten Einzel traf Angela Lehmann auf Inge Langheinrich. Hier standen sich zwei gleichwertige  Gegnerinnen gegenüber. Der erste Satz verlief hochdramatisch. Angela Lehmann ging in Führung und geriet plötzlich 5:6 im Rückstand. Sie gab alles und holte sich noch im Tie-Break den ersten Satz mit 7:6.  Der zweite Satz ging dann leider rasch mit 2:6 verloren, Im fälligen Match-Tie-Break hatte dann Inge Langheinrich das glücklichere Händchen und entschied diesen mit 10:7 für sich.

Im zweiten Einzel bekam es Helma Rotter mit Christa Berger-Stegmann zu tun. In einem technisch sehr ansehnlichen Spiel (Bewertung Adi Besler)  startete Helma Rotter furios und sicherte sich den ersten Satz klar mit 6:2. Im zweiten Satz kam Christa Berger-Stegmann besser ins Spiel, drehte das Match und gewann diesen ebenfalls mit 6:2. Jetzt musste der Match-Tie-Break die Entscheidung bringen. Zunächst führte Helma Rotter, dann zog Christa Berger-Stegmann auf 9:6 davon. Helma Rotter konnte jedoch noch zum 10:10 ausgleichen, bevor sie dann zwei Returns knapp ins Aus setzte. Punkt für Karlsfeld.

Erika Angeli kämpfte im dritten Einzel gegen Johanna Jugl. In diesem Match gab es weniger Dramatik. Zu klar waren die Fronten verteilt. Erika Angeli beherrschte Ball und Gegnerin  und gewann souverän mit 6:2 und 6:2.

Im vierten Einzel traf Irmgard Bauer auf Gabriele Huber.  In diesem Match war Irmgard Bauer die klar dominierende und überlegene Spielerin. Den ersten Satz holte sie sich rasch mit 6:1. Im zweiten Satz ließ sie es etwas lockererer angehen und gewann dennoch sicher mit 6:4.

Punktestand nach den Einzeln:    2 : 2

An diesem Sonntag brauchte der Mannschaftsrat  nicht lange zu  tagen, denn die Doppel stellten sich fast von selbst auf.

Einser - Doppel:           Lehmann / Angeli  :  Langheinrich / Jugl

Zweier -  Doppel:         Rotter / Bauer        :  Berger-Stegbauer / Jarre

 

Beim Einser - Doppel entwickelte sich ein ganz enges Match. Führung und Rückstand wechselnden ständig. Den ersten Satz entschied die Heimmannschaft im Tie-Break mit 7:6  für sich. Gleiches Spiel im zweiten Satz. Diesmal mit dem besseren Ende mit 7:5 für die Gäste.  Den Match-Tie-Break dominierte dann das Gäste-Doppel und holten sich mit 10:5 den Punkt.

Ähnlich eng ging es beim Zweier - Doppel zu. Der erste Satz ging mit 6:4 an die Gäste. Doch der unglückliche Verlust des ersten Satzes hatte den Kampfgeist der Unsrigen geweckt. Im Tie-Break holten sie sich den zweiten Satz mit 7:6. Wiederum musste der Match-Tie-Break entscheiden. Diesmal hielten glücklicherweise bei unserem Doppel die Nerven und mit 10:7 ging der Punkt an die Heimmannschaft.

Endstand:        3 : 3

Obwohl Dominik den Damen zum Muttertag ein köstliches Gericht bot, war die Stimmung beim anschließenden Beisammensein noch etwas angestrengt und nicht so gelöst und fröhlich wie bei anderen Gelegenheiten. Beide Mannschaften hatten sich wohl mehr von der Partie erhofft. Unsere Damen können mit dem Gewinn des ersten Punktes gut leben, obwohl mehr möglihc gewesen wäre. Die Gäste aus Karlsberg sollten sich eigentlich darüber freuen, dass sie bei den ausgeglichenen Matches in drei von vier Match-Tie-Breaks glücklich die Oberhand behielten und damit punkten konnten. Also kein Grund für schlechte Laune, schon gar nicht am Mutertag. 

Muttertags - Tennis - Damenrunde mit leicht gequälten Lächeln beim Pressefoto und zwei "leicht Eingeknickten" im Vordergrund

Muttertags - Tennis - Damenrunde mit leicht gequälten Lächeln beim Pressefoto und zwei "leicht Eingeknickten" im Vordergrund


3.Spieltag: Bayreuth

Bayreuther Festspiele

Am Samstag, 20.05.2017 traten unsere Damen 60 die lange Reise zu der schwer einzuschätzenden und unbequemen Mannschaft des TC Rot-Weiß Bayreuth an. Fast 400 km Anreise und einige Sorgen reisten im Gepäck mit, denn die Mannschaftskapitän-(in) Irmgard Bauer hatte sich während der Woche beim Training verletzt und schien auszufallen. Jedenfalls wusste niemand, ob und wie sie durchhalten würde, könnte und täte. Man wollte ja nicht mit leeren Händen heimkehren, denn Punkte können die Damen dringend gebrauchen. TC Rot-Weiß Bayreuth, mit ihren überragenden tschechischen Spielerinnen stellten für unsere Damen auch in Bestbesetzung  und ohne Verletzungen eine echte Herauforderung dar.

 

Im Einzelnen:

Im ersten Einzel musste sich Angela Lehmann mit der überragenden Olga Markova auseinandersetzen. Angela spielte gut und wehrte sich nach Kräften, doch Olga mit ihrer Klasse und Routine ließ ihr keine Chance. Sie war einfach erfahrener und verfügte über das größere Repertoire an Schlägen. So ging der erste Satz glatt mit 6:0 an Olga. Im zweiten Satz gelang es Angela zumindest zwei Spiele zu gewinnen. Der Satz ging aber mit 6:2 ebenfalls an Olga Markova. 

 

Das zweite Einzel bestritt Helma Rotter gegen Dana Spoustova. Helma begann sehr konzentriert und sicherte sich wider Erwarten den ersten Satz mit 6:4. Im zweiten Satz ein ganz anderes Bild. Jetzt dominierte Dana mit all ihrer Routine und gewann glatt mit 6:0. Wieder musste der Match-Tie-Break entscheiden. Die Tschechin ließ allerdings nichts mehr anbrennen und gewann mit 10:7.

 

Im dritten Einzel musste Erika Angeli gegen die große Unbekannte Brita Steimle-Makatchek antreten und erlebte eine faustdicke Überraschung. Gegen die unorthodox aber äußerst effektiv spielende Gegnerin fand Erika Angeli kein Mittel und verlor in zwei Sätzen glatt   mit jeweils 6:1.

 

Im vierten Einzel standen sich mit Irmgard Bauer und Renate Eichmann die beiden Mannschaftskapitäne gegenüber. Obwohl verletzt (von ärztlicher Seite Schonung verordnet) lief Irmgard zu großer Form auf und ließ ihrer Gegnerin mit zweimal 6:3 keine Chance. Sie fuhr damit in dem scheinbar verloren geglaubten Match den nicht erwarteten Sieg ein. Chapeau!

 

Zwischenstand   3 : 1 für TC Rot-Weiß Bayreuth

 

Die beiden tschechischen Topspielerinnen spielten erwartungsgemäß das Einser-Doppel gegen Lehmann/Angeli.

Steimle/Eichmann traten gegen  Rotter/Bauer an.

 

Wie erwartet gewannen die Heimmannschaft das Einser-Doppel trotz guter Gegenwehr von Lehmann/Angeli mit 6:1 und 6:0. Sie waren einfach die reiferen und besseren Spielerinnen und machten kaum Fehler.

 

Im Zweier-Doppel sah es glücklicherweise anders aus. Irmgard Bauer hatte durch ihren Erfolg im Einzel wohl Blut geleckt. Von Verletzung war kaum mehr etwas zu merken.  Rotter/Bauer  gewannen den ersten Satz knapp mit 7:5.  Damit war der Widerstand gebrochen. Den zweiten Satz entschieden die beiden dann sicher mit 6:1 für sich. 

 

Endstand 4 : 2 für TC Rot-Weiß Bayreuth

 

Nach dem Essen wurde noch etwas Small Talk betrieben. Dann wurden bald die Zelte abgebrochen, denn eine lange Heimreise stand an.  Gesprächsstoff gab es genug. Man muss unserer Mannschaft aber trotz der Niederlage ein dickes Kompliment machen. Sie hat sich gemessen an den Rahmenbedingungen teuer verkauft und gezeigt, das beim TC Sonthofen keine Punkte verschenkt werden. Man muss jedoch auch gönnen können, auch wenn es schwer fällt.  Nun heißt es Mund abwischen und weiter geht’s.  Mit der Mannschaft der Damen des TC Kaufering kommt am 24.05.17 der nächste starke Gegner nach Sonthofen. Dann heißt es wieder das Beste geben.

Bild vergrößernKein Grund zu Traurigkeit

Kein Grund zu Traurigkeit


4. Spieltag: Kaufering

Wieder knapp am Sieg vorbei

Am 25.05.17, am Vatertag empfingen unsere Damen die Mannschaft des TC  Kaufering. Die Tabelle machte deutlich: Das wird ein Match auf Augenhöhe. Ausgang ungewiss, wie ein Pokalfinale. Bei herrlichem Tenniswetterkonnten die Damen pünktlich mir ihren Matches beginnen.

 

Das erste Einzel bestritt Angela Lehmann gegen Emma Rid. Von Beginn an entwickelte sich ein tolles und hochklassisches Match. Im ersten Satz wechselten ständig die Führungen, doch am Ende hatte Emma Rid das glücklichere Händchen und das bessere  Ende für sich und gewann mit 6:4.  Auch im zweiten Satz konnte Angela Lehmann zunächst gut dagegen halten, doch ihre Gegnerin konnte sie immer wieder mit gekonnten Stopps  überraschen. Schließlich gewann Emma Rid sicher mit 6:3.

 

Im zweiten Einzel traf Helma Rotter auf Marion Schmidmeir.  Helma begann gut und konzentriert und führte rasch mit 3:0 als ihre Gegnerin wegen Unwohlsein aufgeben musste. Schade, auch das hätte ein gutes Match werden können.

 

Das dritte Einzel musste warten!

 

Im vierten Einzel spielte Hilde Fischer gegen Edith Heithoff. Es wurde ein denkwürdiges Spiel. Die unendliche Geschichte. Das längste Einzel, das je auf der Anlage des TC Sonthofen gespielt wurde. Man begann kurz nach 1100Uhr  und der Matchball wurde um 1339 Uhr endlich verwandelt. Hilde Fischer hatte den ersten Satz nach gut einer Stunde mit 6:4 für sich entschieden und hoffte dass es im zweiten Satz etwas schneller gehen möge. Doch weit gefehlt. Nach mehr als einer weiteren Stunde musste sie der Gegnerin den zweiten Satz mit 3:6 überlassen. Der Match-Tie-Break musste entscheiden. Hilde Fischer spielte nun entschlossen und ließ mit 10:4 ihrer Gegnerin keine Chance mehr. Mit einem lauten Jauchzer nach dem gewonnenen Matchpunkt beendete sie dieses denkwürdige Spiel.

 

Im dritten Einzel standen sich nach der langen Wartezeit Erika Angeli und Helga Wagner gegenüber. Helga Wagner entpuppte sich als gute, versierte Spielerin, die in den entscheidenden Situationen druckvoller und geschickter spielte. Beide Sätze gingen mit jeweils 6:3 Wagner aus Kaufering.

 

Zwischenergebnis:    2 : 2

 

Das erste Doppel bestritten Lehmann/Rotter gegen Rid/Schmidmeir. Ein technisch gutes Match, absolut auf Augenhöhe. Der erste Satz ging aber mit 6:2 klar an Lehmann/Rotter.  Im zweiten Satz stellten die Gegnerinnen um und dominierten den Satz mit 6:3. Für den Match-Tie-Break stellte unsere Mannschaft dann wieder um und gewann klar mit 10:4. Geschafft, endlich mal wieder einen entscheidenden Tie-Break gewonnen.

 

Das zweite Doppel mit Angeli/Fischer gegen Wagner/Heithoff hatte es nun in der Hand den ersten Sieg einzufahren. Angeli/Fischer legten los und gewannen den ersten Satz souverän mit 6:2. Der zweite Satz war hart umkämpft und ging letztendlich mit 5:7 an Kaufering. Beim entscheidenden Match-Tie-Break hatten unsere Damen nichts mehr zuzusetzen. Wagner/ Heithoff gewannen klar mit 10:4.

 

Endergebnis:   3 : 3

 

Einen Punkt gewonnen. Mit ein wenig Glück hätten es auch zwei sein können. Aber Kopf hoch, toll gekämpft. Mit den netten Damen von Kaufering verstand man sich ausgezeichnet. Bei einem guten Essen konnte man den knapp vergebenen Punkten nachtrauern, sich genüsslich über andere Mannschaften austauschen und ein gute Zeit verbringen.  Die Heldin des Tages war eindeutig Hilde Fischer. Sie verdiente sich den Großen Verdienstorden am Bande für ihre unendliche Geduld, gepaart mit einer beeindruckenden körperlichen Fitness und ihrem original Allgäuer Urschrei nach dem Matchgewinn.

Bild vergrößernFröhliche Damen! Am Ende hatten alle wieder etwas zu lachen. Nur Hilde sieht noch immer leicht erschöpft aus.

Fröhliche Damen! Am Ende hatten alle wieder etwas zu lachen. Nur Hilde sieht noch immer leicht erschöpft aus.


5.Spieltag: Poing

Es hat nicht sollen sein

Am Sonntag 28.05.17 hatten es unsere Damen wieder einmal mit Rot-Weiß zu tun, diesmal mit den Damen des TC Rot-Weiß Poing. Sie lernten, dass die beste Reisezeit der frühe Sonntagmorgen ist, besonders wenn man nach München und drum herum muss, um nach Poing zu gelangen. Die obligatorische Karenzzeit wurde nicht gebraucht, beide Mannschaften waren bereit und so konnte der Kampf um die ersehnten Punkte bereits vor der angesetzten Zeit begonnen werden.

Im ersten Einzel standen sich Rosa-Maria Stöhr und Angela Lehmann gegenüber. Ein Match auf Augenhöhe und völlig ausgeglichen. Stöhr konnte den ersten Durchgang knapp mit 6:4 für sich entscheiden. Im zweiten Satz dominierte dann Angela Lehmann und gewann mit 6:3. Auch der Match-Tie-Break war ausgesprochen eng und endete mit 10:7 für Rosa-Maria Stöhr. Manchmal fehlt einfach ein Quäntchen Glück.

 Im zweiten Einzel traf Gudrun Slawik auf Helma Rotter. Helma fand überhaupt nicht ins Spiel und musste den ersten Satz sehr deutlich mit 6:1 abgeben. Den zweiten Satz konnte sie dann ausgeglichener gestalten, verlor aber auch diesen knapp mit 7:5.  Es war nicht ihr Tag. Vielleicht lag es am Föhn.

Das dritte Einzel sah Gertrud Schmälzle und Erika Angeli als Kontrahentinnen. Erika Angeli begann furios und hatte ruckzuck den ersten Satz mit 6:1 gewonnen. Im zweiten Satz war sie dann plötzlich völlig von der Rolle und gab den Satz genau so ruckzuck mit 6:1 ab. Den folgenden Match-Tie-Break gewann sie dann allerdings sicher und souverän mit 10:3.

Im vierten Einzel musste Hanna Franke gegen Elisabeth Freilinger antreten. Es gab ein kurzes Match. Den ersten Satz gewann Hanna Franke locker mit 6:1. Zum zweiten Satz konnte die Gegnerin nicht mehr antreten.

 

Zwischenergebnis     2:2

 

Der Berg (Mannschaftsrat) kreiste und kam zu folgender Lösung  

Das erste Doppel spielen Lehmann/Angeli und das zweite Doppel Rotter/Franke.

 

Im zweiten Doppel hatte Helma Rotter glücklicherweise ihre unerklärliche Schwächeperiode überwunden und zu einer normalen Leistung zurückgefunden. Rotter/Franke spielten ihr Doppel gegen Slawik/Freilinger konzentriert und sicher. Folglich gewannen sie auch ihr Match in zwei Sätzen glatt mit 6:2 und 6:4.

Im Einser-Doppel  dagegen ging es dramatisch zu. Nichts für schwache Nerven und sog. „Beckenrandschwimmer“. Während der erste Satz mit 6:2 an Stöhr/Schmälzle ging, konnten im zweiten Satz Lehmann/Angeli mit 6:4 nach Sätzen gleichziehen. Im entscheidenden Match-Tie-Break unser Doppel  rasch mit 4:1 in Führung. Das sah gut aus. Die Gegnerinnen antworteten mit einem furiosem Zwischenspurt und zogen auf  9:4 davon. Das sah dann gar nicht mehr gut aus. Alles oder nichts war jetzt angesagt und plötzlich stand es 9:9. Ein verrücktes Match. Das Momentum lag ganz klar bei unserem Doppel und dennoch gelang dem einheimischen Doppel mit 11:9 ein glücklicher Sieg.  Wie gesagt: Nichts für schwache Nerven.

 

Endergebnis:    3:3


Es hatte halt nicht sollen sein. Man war doch so nah dran am ersten Sieg und an den ersehnten Punkten. Das war allerdings schnell wieder vergessen. Die Damen wurden von den Männern mit Gegrilltem verwöhnt. Man verstand sich ausgesprochen gut und beide Mannschaften waren mit dem Unentschieden und dem einen Punkt dann auch zufrieden. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.  Zum Abschied gab es noch ein Ständchen der Gastgeberinnen, wobei betont wurde: „Das gibt es nicht für alle Mannschaften, nur für die netten.“ Gut gestärkt ging es auf den Heimweg. München zur Rush Hour, Stop and Go, kriechen und schleichen, also alles wie gehabt. Aber man schaffte es nach Hause.

Bild vergrößernWie immer. Nur fröhliche Gesichter. So soll es auch sein.

Wie immer. Nur fröhliche Gesichter. So soll es auch sein.


6.Spieltag: Langenpreising

Endlich, der erste Sieg

Unsere Siegerinnen, frisch geduscht, gut ernährt und wie immer fröhlich

Unsere Siegerinnen, frisch geduscht, gut ernährt und wie immer fröhlich

Am 21.06.17 waren die Damen des TC Langenpreising zu Gast. Die bisher wenig erfolgreichen Tabellenletzten sollten eigentlich für unsere Damen kein großes Problem darstellen und der lange ersehnte erste Sieg sollte doch unter Dach und Fach gebracht werden können. Jedenfalls war er fest eingeplant, wollte man die Chance auf den Klassenerhalt nutzen. Doch der kurzfristige Ausfall der Sonthofener Nr 1 Spielerin Angela Lehmann machte das Match dann doch noch spannender als gedacht.

Helma Rotter traf auf Josefa Remde und tat sich wie schon so oft in der Saison recht schwer. Durch viele unnötige Fehler verlor sie den ersten Satz knapp mit 4:6. Im zweiten Satz führte sie dann mit 4:1 und jeder dachte; jetzt packt sie es. Doch plötzlich  stand es 6:6 und der ungeliebte TieBreak musste das Spiel entscheiden. Es kam wie es kommen musste. Der TieBreak ging glatt verloren. Ergebnis 6:7. Wieder ein Match leichtsinnig und unnötig aus der Hand gegeben.

Besser machte es  Erika Angeli, mit  Marianne Czech als Gegnerin. Dieses Match war eine klare und eindeutige Angelegenheit. Erika Angeli ließ nichts anbrennen und siegte glatt in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:2.

Irmgard Bauer spielte gegen Else Espertshuber. Ein Match, das anders verlief als es das Ergebnis mit 4:6 und 3:6 ausdrückte. Viele enge Spiele, doch leider immer mit dem besseren Ende für die Gegnerin.

Ganz anders bei Franke Hanna, die ihrer Gegnerin Anne Eber mit 6:0 und 6:1 nicht die Spur einer Chance ließ.

Statt einer klaren Führung stand es nach den Einzeln unerwartet 2:2

Nun galt es durch geschickte Aufstellung die beiden Doppel zu gewinnen und den Sack zuzumachen. Der Mannschaftsrat tagte und fasste glücklicherweise den richtigen Entschluss.

Das Einser-Doppel spielten Helma Rotter und Hanna Franke, das Zweier-Doppel bestritten Erika Angeli und Irmgard Bauer.

Das Zweier-Doppel spielte konzentriert und sehr fokusiert und gewann sicher in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:3.

Auch beim Einser-Doppel sah es zunächst recht gut aus. Der erste Satz ging mit 6:4 an Sonthofen. Beim zweiten Satz kam trotz einer klaren Führung wieder die unerklärliche Unsicherheit auf und der Satz ging mit 4:6 an die Gegnerinnen. Wieder musste der ungeliebte TieBreak die Entscheidung bringen. Doch zum Glück behielten diesmal die beiden Sonthofener Spielerinnen die Nerven und gewannen letztendlich verdient mit 10:6.

Halleluja! Es war geschafft. Der erste (und wahrscheinlich)  Sieg in dieser Saison.

Endergebnis:  4.2

Nach dem Match ließen sich die Damen von Dominik kulinarisch verwöhnen und hatten noch eine entspannte Zeit mit netten Gesprächen über Gott und die Welt, über den Verlauf der Saison und die Schwierigkeiten der kleineren Vereine gegen die Übermannschaften, gegen die einfach kein Kraut gewachsen ist. TC Unterhaching, die ohne jeden Punktverlust die Regionalliga SüdOst dominieren, lässt grüßen. Doch jede Mannschaft muss da durch und gegen TC Unterhaching spielen. Es ist halt so wie der Besuch beim Zahnarzt, der ist ja auch einmal im Jahre fällig. Für unsere Damen ist es am 28.06.17 wieder soweit und eine Art Zahnarztbesuch angesagt Hoffentlich ist wenigsten schönes Wetter und wenig Verkehr. Aber zum Glück spielen unsere Damen Tennis nicht zum Broterwerb, sondern aus Spaß an der Freude und zum Vergnügen. 

Nebenbei bemerkt

Skiläufer kämpfen gegen die Uhr. Schwimmer kämpfen nebeneinander. Stabhochspringer kämpfen nacheinander. Beim Fußball kämpft man in Rudeln. Boxer kämpfen Fuß bei Fuß. Nur die Tennisspieler duellieren sich mit Stil auf Distanz. Und bis zur letzten Minute bleibt offen, wer Sieger sein wird. Die entscheidenden Eigenschaften für ein solches Duell sind Kraft, Diplomatie, Konzentration, Schnelligkeit, Ökonomie, Präzision, Ahnungsvermögen, Witz, Ruhe, Selbstbeherrschung und Verstand. Alle Eigenschaften bei unseren Damen im Überfluss vorhanden.

Man sieht: Tennis ist nicht einfach, sonst wär’s  Fußball.


7.Spieltag: Unterhaching

Denkwürdiger Schlusspunkt

Besuch bei den Überflieger -innen

Besuch bei den Überflieger -innen

Am 28.06.17 mussten die Sonthofener Damen 60 zu einer besonderen Mission aufbrechen. Quasi schnurstracks in die Höhle des Löwen marschieren. Es galt, das Auswärts- Match bei der Übermannschaft der Regionalliga Süd/Ost beim TC Unterhaching zu bestreiten, bei der ungeschlagenen Meistermannschaft, die bisher alle Gegnerinnen - zuhause oder in der Ferne - locker vom Platz gefegt hatte. Mit einer Gefühlslage, wie sie viele Fußballmannschaften haben, die bei Branchenprimus Bayern München anzutreten haben und die da lautet: „Wir haben keine Chance zu gewinnen aber ein wenig ärgern wollen wir sie schon“.  So fuhr man los, so kam man an und so wurde dann auch gespielt.

Angela Lehmann spielte gegen Christa Pöttinger, blieb ohne Chance und verlor glatt in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:1.  

Ähnlich erging es Helma Rotter, die sich mit Erika Harzheimer auseinandersetzte. Auch diese machte kurzen Prozess und gewann mit 6:2 und 6:1.

Nicht besser erging es Irmgard Bauer, die sich mit Helga Clüsserath-Stock maß. Beide Sätze gingen mit 6:0 und 6:1 glatt verloren.

Auch Hilde Fischer hatte gegen ihre Gegnerin Mechthild Göppel keine Chance und verlor ebenfalls mit 6:2 und 6:0.

Zwischenergebnis: 4:0 für TC Unterhaching

Die Mannschaft entschloss sich die Doppel wie folgt zu spielen, um vielleicht doch noch eine Überraschung zu schaffen. Das Einser-Doppel mit Lehmann/Rotter und das Zweier-Doppel mit Bauer/Fischer.

Das Zweier-Doppel Bauer/Fischer hatte gegen ihre Gegnerinnen Harzheim/Clüsserath-Stock (beide LK 7) keine Chance. Sie wehrten sich heftig aber verloren in zwei Sätzen mit 6:0 und 6:2.

Das Einser-Doppel zwischen Lehmann/Rotter und den einheimischen Pöttinger/Göppel entwickelte sich dagegen zu einem Krimi. Die Sonthofener Spielerinnen hatten nichts zu verlieren, spielten erstaunlich locker auf und boten den höher eingeschätzten Gegnerinnen ernsthaft Paroli. Man spielte auf Augenhöhe und ständig wechselten die Führungen. Nach 6:6 im ersten Satz musste der TieBreak entscheiden und wie so oft in dieser Saison ging auch dieser leider an die Gegnerinnen.

Im zweiten Satz spielten unsere Damen dann aber souverän auf, führten rasch mit 3:0, gaben diese Führung nicht mehr her und gewannen den zweiten Satz verdient mit 6:3. Und wieder kam es zum ungeliebten MatchTie Break. Nun galt es den TieBreak -Fluch zu brechen  und das Match erfolgreich zu Ende zu führen. Mit 10:3 ließ diesmal unser Doppel den Einheimischen keine Chance und gewann vor einem begeisterten Publikum nach mehr als zwei Stunden Matchdauer völlig verdient und einen wertvollen Punkt.  

Endergebnis: TC Unterhaching - TC Sonthofen  5:1

Unmittelbar nach dem umkämpften Doppel überreichte eine Vertreterin des BTV den Damen des TC Unterhaching die Urkunde zur erneuten Meisterschaft und es gab Sekt und Blumen für alle beteiligten Spielerinnen. Zudem gab es von den Zuschauern ein dickes Lob und viel Applaus (einschließlich BTV) für das hervorragende „Endspiel“, das die Damen im Doppel gezeigt hatten und das als Werbung für den Tennissport betrachtet und gewürdigt wurde.  Das Ziel des Ausflugs in den Münchner Süden war also voll erreicht. Die Damen des TC Sonthofen haben sich trotz Niederlage gut verkauft und bei den Überfliegern einen Punkt entführt. Was will man mehr? Entsprechend gut war daher auch die Stimmung bei der Mannschaft. Ob es für die Damen in diesem Jahr noch zum Klassenerhalt reichen wird hängt nun von Faktoren ab, die nicht mehr in eigener Hand sind. Drücken wir der Mannschaft die Daumen, dass sie auch in der nächsten Saison wieder in der Regionalliga Süd/Ost aufschlagen kann.

Nebenbei bemerkt:

Tennis ist ein richtig ruhiger und respektvoller Sport.

Da kann es manchmal so ruhig und still sein, dass man glaubt die Gedanken der Zuschauer lesen zu können.

Manche Frauen hört man sagen: Tennis sei wie guter Sex, nur länger.